Adventsweg Hochdorf
| Mit Maria und Josef gehen wir im Advent und in der Weihnachtszeit von Nazareth nach Betlehem Wir können dies direkt „vor der Haustür“ tun, nämlich ausgehend vom Haus Rosenhügel durch den Wirtlenwald, wieder zurück zum Rosenhügel. Familien des Schönstatt Familienbundes haben die zwölf Stationen des Adventweges gestaltet. Die Eröffnung ist am Montag 2. Dezember um 18.00 Uhr beim Haus Rosenhügel.
Wir werden den Weg bis zur Feuerstelle im Gumpisbühlwald zusammen gehen und dort dann etwas Warmes trinken. Bis zum 6. Januar kann der Weg individuell besucht werden.
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Station 1:
Einladung, mit Maria und Josef den Weg nach Betlehem zu gehen
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Hallo liebe Kinder und Erwachsene. Ich bin Lausi. Schön, dass ihr den Weg hierher zum Rosenhügel gefunden habt. Kommt ihr mit mir auf eine Reise? Das finde ich toll! Ich hab nämlich ganz viel zu erzählen! Das war ein ganz besonderes Abenteuer, mit Maria und Josef auf dem Weg zu sein. Ich bin eine Kopflaus. Und vor 2000 Jahren, als ich Maria und Josef kennengelernt habe, da war das für uns Läuse noch ganz einfach. Da gab es weder Shampoo noch Haarspülung – da hatte doch fast jeder Läuse auf dem Kopf. Gesehen hat uns sowieso niemand und wir konnten überall «Hautnah» mit dabei sein. Angefangen hat es wie immer… ein bisschen Blut saugen ein paar Eier legen – so ein Läuse-Leben ist eigentlich nicht so kompliziert, aber auch ein bisschen langweilig. Die Menschen haben da schon mehr Sorgen und Nöte. Das habe ich bei Maria und Josef schon kennengelernt. Jeden Tag schauen, was man arbeiten könnte, damit man etwas verdient, womit man wieder zu Essen kaufen kann. Aber das wisst ihr sicher alle auch, wie das so ist. Sich am Morgen überlegen, was man anziehen soll, und ob man alles dabeihat und was am Tag so alles erledigt werden muss; da ist doch jeder Tag – ja das ganze Leben eine Abenteuer-Reise… Und wenn du es gern knifflig hast, kannst du mich vielleicht auch an den nächsten Stationen entdecken. Findest du heraus wie oft ich insgesamt zu sehen bin? |
Station 2:
Der Kaiser lässt in Nazareth den Befehl verkünden
Station 3:
Josef und Maria nehmen den Befehl erschrocken zur Kenntnis
Station 4:
Josef und Maria machen die Reisevorbereitungen
Station 5:
Abschied von Nazareth
Station 6:
Der erste Reisetag
Station 7:
Der zweite Reisetag
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Uaaah habe ich tief und fest geschlafen. Am Feuer war es ganz schön gemütlich. Plötzlich gibt es ein grosses Getrappel um mich herum. Oha – jetzt geht’s rund. Ich muss Josefs Kopf mit ein paar jungen Larven teilen, die heute aus dem Eiern geschlüpft sind. Ich muss sie ermahnen, sich nicht zu Wild aufzuführen, denn wenn es Josef zu bunt wird, dann könnte er sich auch die ganzen Haare abschneiden, um das Jucken loszuwerden. Und das wollen wir auf keinen Fall riskieren. Wir verteilen uns wo sich die Gelegenheit bietet auf die Köpfe der vielen Hirten, die sich am Lagerfeuer so nah beieinander zusammengefunden hatten. Dann fällt es nicht so auf. Bald erwachten auch Maria und Josef und machen sich wieder reisefertig. Die Hirten zeigen ihnen, wo in der Nähe Wasser ist und es gibt sogar ein paar Büsche mit Beeren. Auf etwas Frisches haben sie die beiden sehr gefreut! Mit guten Segenswünschen teilen sich die beiden Gruppen wieder auf und gehen ihrer Wege. Der Tag wird lang und beschwerlich. Die Sonne brennt unerbittlich auf die beiden Reisenden mit ihrem Esel und macht sie matt und müde. Gegen Abend suchen sie einen Rastplatz zum Schlafen. Sie setzen sich an einen liegenden Baumstamm und liessen den Blick schweifen. Josef hatte noch nicht einmal die Energie, Holz zu sammeln um ein Feuer zu entfachen. Sie müssen erst einmal durchatmen und sich wieder stärken. «Es war schon viel schöner gestern, bei den Hirten zu schlafen» sagte Maria etwas wehmütig und ich musste ihr recht geben. Auch wir Läuse haben gern Gesellschaft! Josef richtete den Blick nach oben und sah in die Sterne «Die waren gestern auch da, die Sterne» sagte er «Aber wir waren viel zu beschäftigt, um sie zu bestaunen». «Daran habe ich gar nicht gedacht» sagte Maria und blickte mit ihm in die Höhe. Was für ein Anblick: der Nachthimmel übersät von unzählbaren Sternen – einer schöner als der andere – leuchteten sie um die Wette. «Ach, wie oft passiert uns das im Alltag auch? Es passiert so viel Schönes und Gutes – und wir sind viel zu beschäftigt um es zu merken. Eigentlich schade. Es gibt doch jeden Tag so viel wofür wir dankbar sein können!» «Für die Blasen an den Füssen?» fragte Josef und zog die Sandalen aus. Die Grasbüschel kitzelten seine Zehen. «Nicht unbedingt, aber dafür dass wir Sandalen haben und nicht Barfuss gehen müssen! Dass unser Wasserschlauch immer noch halb voll ist und wir heute noch ein paar Datteln zum Essen haben.» «Ja – dafür danke ich» sagte Josef, «du hast recht. Trotzdem kann ich nicht darauf warten, dass uns das Holz in den schoss fällt. Ich werde uns mal ein Feuer machen!» . |
Station 8:
Der dritte Reisetag
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Auch der nächste Tag wurde heiss und das Gehen fiel Maria immer schwerer. Sie sass auf dem Esel und hielt sich mit beiden Händen fest. Josef schritt eilig voran. Auch er war müde, wollte sich aber nichts anmerken lassen. Mir brannte die Sonne auch auf den Kopf. Josef hatte den Mantel nämlich vor lauter Hitze ausgezogen und auf den Esel gepackt. Ich suchte mir ein Plätzchen fürs Mittagessen und dachte mir hinter dem Ohr könnte es wohl etwas schattiger sein. Plötzlich liess Maria den Esel etwas langsamer werden «Sch…» sagte sie sanft. Auch Josef hielt inne «Was ist?» fragte er leise aber Maria sagte nichts. Sie schien ganz aufmerksam zu lauschen. Vorsichtig versuchte sie vom Esel zu steigen und Josef half ihr dabei. Schritt um Schritt entfernte sie sich langsam vom Weg. «Hörst du das auch?» fragte sie leise. Ich konzentrierte mich etwas zu hören aber unter der Kopfhaut ist der Herzschlag so laut, dass ich leise Geräusche weiter weg nicht hören kann. «Meinst du das leise glucksen?» fragte Josef und folgte ihr. Je weiter sie gingen desto zielstrebiger wurden sie. Schliesslich warfen sie sich auf den Boden. Wasser quoll an dieser Stelle aus dem Erdreich und strömte in einem schmalen Rinnsal über die Steine. «Frisches Wasser!» freute sich Josef. Maria schöpfte das Wasser mit beiden Händen und freute dich über das frische Nass im Gesicht. Josef nahm den Wasserschlauch von der Schulter. Er füllte ihn bis zum Rand und freute ich über das kostbare Geschenk. Maria spritzte nun auch Josef Wasser entgegen – und ich ging den Tropfen aus dem Weg um nicht plötzlich den Halt zu verlieren. «Gut hast du so aufmerksam gelauscht!» sagte Josef «ich war so konzentriert darauf dem Ziel entgegenzugehen, dass ich weder etwas gehört noch etwas gesehen haben.» |
Station 9:
Betlehem in Sicht
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Josef und Maria überlegten gerade noch eine Rast einzulegen. Beide waren müde und wollten etwas ausruhen. Maria wollte gerade vom Esel absteigen und hatte sich gerade mit Hilfe der Arme aufgerichtet, da rief sie: «Ist das schon Betlehem?» Josef, der gerade bereitstand ihr zu helfen, musste sich erst umdrehen. Er legte die Hand an die Stirn und kniff die Augen zusammen. Dann sagte er «Ich glaube du hast recht, wir sind bald da!» Freudig sagte Maria «Das gibt mir neuen Mut! Lass uns dieses Stück noch gehen. Dann können wir und endlich ruhig schlafen!» Mit neuer Motivation trieb Josef den Esel an um noch etwas schneller voranzugehen. Maria sah ganz konzentriert auf das näherkommende Städtchen und freute sich. Endlich waren sie dem Ziel nahe und mussten sich nicht mehr die ganze Zeit abmühen. Und doch dauerte es noch bis zum Abend, bis sie endlich das Stadttor erreichten. Die Wache war schon dabei, die Tore zu schliessen, als Josef und Maria endlich ankamen. «Gerade noch rechtzeitig!» sagte er etwas genervt «noch zwei mehr für dieses überfüllte Nest!» Maria und Josef sahen sich fragend an. Sie hatten sich so gefreut endlich ihr Ziel zu erreichen und waren etwas enttäuscht über die abweisende Reaktion. Sie bedankten sich, dass er sie hatte passieren lassen und gingen weiter. Bald aber verstanden sie was er gemeint hatte: der Ort platzte aus allen Nähten. Überall wimmelte es von Menschen und alle hatten das gleiche Ziel: einen Platz suchen zum Schlafen! |
Station 10:
Herberg Suche in Betlehem
Station 11:
Unterkunft in einem Stall gefunden











