Bericht der Jugendgebetsnacht 2002 in QuartenKnapp 90 junge Menschen aus der Schweiz und sogar aus Deutschland versammelten sich am 8./9. Mai am Bahnhof Mühlehorn. Der Titel dieses Anlasses war "Jugendgebetsnach", was für ein Werbespruch! Wie vielen war das schon der Ansporn, gar nicht erst zu kommen? Die anwesenden Jugendlichen wussten aber warum sie gekommen waren, einigen war es vielleicht unklarer als anderen, aber alle wussten, dass das nicht ein sturer "Wir-sitzen-in-die-Kirche-und-beten-schön"-Anlass werden sollte. Es sollte vielmehr ein Anlass werden, an dem jeder ein wenig mehr über sich und das Leben nachdenken konnte. Die Jugendgebetsnacht wurde mit einem Marsch von 2.5 Stunden eingeleitet, verschiedenen Impulse gaben den Teilnehmern unterwegs die Möglichkeit, sich Gedanken über das Thema des Anlasses: "Wann immer mich Angst befällt, traue ich auf Dich!" zu machen. Der Weg wurde dunkler und in absoluter Dunkelheit, nur durch ein paar Kerzen erhellt, lief man schlussendlich beim Immaculata-Heiligtum in Quarten ein, wo man feierlich eine mitternächtliche Messe gefeiert hat. In der Messe konnte man die verschiedenen Eindrücke vom Marsch gut verarbeiten. Nach dieser Messe war der Anlass aber noch keineswegs zu Ende. Wohl war die Messe ein Höhepunkt, doch sollten noch verschiedene Angebote folgen. Zuerst gab es dann aber eine warme Suppe, ein Stück Brot und Tee um die müden Leute wieder auf Trab zu bringen. Anbetung im Heiligtum, Singen am Lagerfeuer, Tänze, Ateliers mit Diskussionen und Anregungen und sogar eine Sternstunde waren anschliessend im Angebot. Die Möglichkeiten, die Nacht zu verbringen waren so vielfältig wie die Teilnehmer selbst. Mit Diskussionen, zu zweit oder im Atelier, mit stillem Gebet im Heiligtum, mit Singen am Lagerfeuer, mit Kaffee-Trinken, Schlafen oder sonst welchen Beschäftigungen wurde die Nacht im Normalfall verbracht, doch es gab auch einsame Spaziergänger oder fröhliche Runden. Eben, Vielfalt macht Spass! Allen sah man am Morgen eine gewisse Zufriedenheit an, es hat sich gelohnt, man konnte sich wieder ein paar Gedanken mehr über das eigene Leben machen und viel neues erfahren, Gutes wie Schlechtes. Die Jugendgebetsnacht war eine Chance. Vielen hat diese Nacht das Leben ein wenig verändert. Ob es nun Gott, das Gebet, ein anderer Mensch oder ein Lied war, das zum Nachdenken angeregt hat ist schlussendlich Definitionssache. Der Moment, in dem man sich anscheinend in einer anderen, ruhigen, zeitlosen Welt befindet, ist ausschlaggebend und bringt viele wichtige Gedanken über das Leben und Wichtiges. Ob das zwischen TV und PC, Zeitdruck und Stress auch gelingt, wage ich zu bezweifeln.
Besammlung am Bahnhof Mühlehorn
"Wanderung" nach Quarten
1. Impuls nach einem strengen Anstieg
Essensausgabe für die Hungrigen
Atelier: Theater einer Innerschweizer Gruppe...
Unsere Musikgruppe, wirklich spitze!
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